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08/18/07

ISSC 2007 – Responsibility of Science: Mit Schirm, Charme und Schnuller

Es war am Samstag, dem 04. August des Jahres 2007, dass sie sich aufmachten, die normativen Grundlagen der wissenschaftlichen Verantwortung zu klären. So trudelten nacheinander die 62 Recken der Wissenschaft in Darmstadt ein und kämpften zunächst eine Reihe von Unterschriftenlisten nieder, ein erster Willkommensgruß der deutschen Bürokratie an die immerhin 27 internationalen Gäste aus 9 Ländern. Noch ahnte niemand, welche Hürden es bis zur Abreise am 11. August noch zu überwinden galt.

Nach einer ausgiebigen Stärkung im „Braustüb’l“ und einem ersten „Darmstädter“ wurden während der „Night of Nationalities“ Informationen über die wichtigsten nationalen Eigentümlichkeiten ausgetauscht, was erste wichtige Erkenntnisse auflieferte (es gibt Kängurus in Australien), aber mit Sicherheit genauso viele Fragen aufwarf (warum gibt es immer noch keine Eisbären in Schweden?).

Aber erst der nächste Tag sollte den Verlauf der weiteren Untersuchungen zur Verantwortung der Wissenschaft wirklich nachhaltig prägen. So wurde die gesamte Gruppe während der Erkundung der Operationsbasis Darmstadt mit der Materialisierung wissenschaftlichen Fortschritts und dem Ausdruck (elterlicher) Verantwortung schlechthin ausgestattet: dem Schnuller. So begleitete dieser schon das erste abendliche Brainstorming, bei dem sich die Gruppe in kleine Einzelkommissionen aufspaltete, um die zentrale Fragestellung der Woche effizienter einzukreisen.

In den folgenden Tagen wurden die Recherchen durch verschiedenste Organisationen unterstützt, so gewährten das ESOC oder auch das MPIA gar astronomische Perspektiven auf die irdischen wie insterstellaren Zusammenhänge, unterstützt durch die GSI, die zugleich aber auch Einblick in die kleinsten Strukturen der materiellen Existenz gewährte.

Unterstützung bei der Evaluation der Dimensionen wissenschaftlicher Arbeit erhielten die internationalen Summer & Science Camper aber auch von technischer Seite durch die TU Darmstadt wie durch das Fraunhofer IGD, genauso wie von biochemischer Seite durch die Uni Frankfurt sowie die Merck KgaA. Neben dem philosophischen Rüstzeug, dass durch Richard Finckh von der IANUS zur Verfügung gestellt wurde, waren aber sicherlich auch die ultra-kompakten Präzisionswasserspritzpistolen, die einige der Gruppe schon am Montag auftreiben konnten, ein unschätzbar wichtiger Beitrag zum letztlichen Erfolg der Untersuchungen.

Zwar büßten diese auf Grund des ab Dienstag einsetzenden Regens einen Teil ihrer Effektivität ein, was aber durch den massiven Schirmeinsatz den Erfolg der Mission nie gefährden konnte. So blieb sogar noch genug Zeit, sowohl den Charme der Städte Heidelberg und Frankfurt, wie auch den der einzelnen Gruppenmitglieder mehr oder weniger intensiv zu genießen; auch die exponentiell zunehmende Müdigkeit der Gruppe zog keinerlei negativen Folgen nach sich, sieht man vielleicht von dem einen oder anderen potentiellen Koffeinschock ab.

So gab es am 11. August nur ein mögliches Fazit: Mission accomplished. Das Camp war ein voller Erfolg. Allein die Organisatoren sind zu bedauern. Was werden sie tun, ohne den Lebensinhalt der letzten 18 Monate, ohne ISSC? Werden sie wieder in ein normales Leben zurückfinden? Werden sie sich jemals von dem Stress der Woche erholen? Ob der ausführliche Missionsbericht im nächsten Zahnrad Antwort auf diese Fragen hat, bleibt abzuwarten.

In diesem Sinne erlaube ich es mir an dieser Stelle, der Dankbarkeit aller Teilnehmer dem Organisationsteam gegenüber noch einmal explizit Ausdruck zu verleihen: Danke!

Dominik Lammerding - Teilnehmer des ISSC 2007 in Darmstadt