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+++ AKTUELLE TERMINE +++


SciencePub in Tübingen im Sommersemester 2017

Im Sommersemester 2017 geht es weiter mit den Science Pubs in Tübingen. Wie immer seit fast 3 Jahren findet der Science Pub um 19:00 Uhr im Café HAAG statt.

 

18.04.17, 19.00 Uhr 

Prof. Dr. Dirk Schwarzer (Interfakultäres Institut für Biochemie):

Epigenetik: Auf der Suche nach dem Gedächtnis unserer Gene

16.05.17, 19.00 Uhr  

entfällt

13.06.17, 19.00 Uhr  

Sebastian Schreiber, Geschäftsführer SySS GmbH: Live-Hacking: So brechen digitale Angreifer in Ihre Systeme ein 

25.07.17, 19.00 Uhr

Prof. Dr. med. MSc. Matthias Willmann (Universitätklinikum Tübingen)

Das Darmmikrobiom

 

 

25.07.2017 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 25.07.2017 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Matthias Willmann Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene  zum Thema "Das Darmmikrobiom"

 

Das Darmmikrobiom ist eine Art externes Organ, dass uns schützen, aber unter bestimmten Umständen auch Erkrankungen fördern kann. Dieses Zusammenspiel zwischen Mikrobiom und Erkrankungen wird heute intensiv erforscht, wobei die Ergebnisse dieser Forschung Erkennung von Krankheiten und Therapien verbessern sollen. Dieses Gebiet der medizinischen Mikrobiologie gilt daher zurecht als das innovativste und könnte die Zukunft der Medizin entscheidend prägen.


+++ Vergangene Termine +++

13.07.2017 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 13.07.2017 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Sebastian Schreiber, Geschäftsführer SySS GmbH  zum Thema "Live-Hacking: So brechen digitale Angreifer in Ihre Systeme ein"

 

Unser Mobiltelefon glauben wir geschützt durch einen Pin-Code. Auch unseren Computer versuchen wir mit Antivirensoftware vor dem Einschleusen schädlicher Software zu schützen. Angriffe auf Computersysteme, Datenausspähung und Datenklau sind allgegenwärtig. Die eingesetzten Hacking-Techniken werden stetig weiterentwickelt: Aus Sicht eines Hackers zeigt Sebastian Schreiber, wie erschütternd einfach es ist, Einsicht in fremde Daten zu bekommen.

Eine unsichere IT-Landschaft kann ein Unternehmen erheblich gefährden. IT-Infrastrukturen können hochwertig und robust konzipiert sein und dennoch Schwachstellen aufweisen, über die digitale Angreifer ins interne Netzwerk gelangen. Um diesen auf die Spur zu kommen, eignet sich der Penetrationstest hervorragend als Kontrollinstrument. Denn auf diese Weise können IT-Netze effektiv auf Sicherheitslücken hin untersucht werden, um diese zu schließen: Damit es Hacker nicht so leicht haben, wie Sebastian Schreiber als Live-Hacker auf der Bühne.

17.01.2017 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 17.01.2017 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Karl Forchhammer vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen zum Thema "Das Erwachen der Scheintoten."

Was sich wie ein Vorgang aus eine Gruselfilm anhört, vollzieht sich in der Natur tagtäglich: Organismen verfallen in einen Tiefschlaf, einem Zustand zwischen Leben und Tod, aus dem sie plötzlich wieder erwachen. Dadurch überdauern sie ungünstige Zeiten, sie widerstehen Stress und Nährstoffmangel. Diese bewährte Strategie findet sich bereits bei den einfachsten Lebewesen, den Bakterien. So wandeln sich manche Bakterien in Sporen um, die selbst Hitze und giftige Chemikalien widerstehen und auch nach Jahrhunderten wieder auskeimen können. Andere Bakterien verfallen einfach in einen Ruhezustand, ohne dabei spezielle Sporenkapseln zu bilden. Auch sie wachsen und vermehren sich nicht, sondern überdauern in einem scheintoten Zustand so lange, bis wieder lebenstaugliche Umweltbedingungen herrschen. Wie die Bakterien dann wieder zum Leben haben wir im Graduiertenkolleg „Molecular Principles of Bacterial Survival Strategies“ (GRK 1708) am Beispiel eines photosynthetischen Cyanobakterien erforscht und dabei erste Einblicke in ein genetisches Programm erhalten, das dem Erwachen zugrunde liegt.

13.12.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 13.12.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Werner Vogelsang von Institut für Theoretische Physik der Universität Tübingen zum Thema "Woraus besteht die Welt? Ein Streifzug durch die Teilchenphysik."

Herauszufinden, woraus die Welt in uns und um uns herum besteht, ist seit jeher ein wichtiges Element der menschlichen Kultur.

Faszinierende Fortschritte sind besonders in den letzten ca. 100 Jahren gemacht worden und haben zu unserem modernen Weltbild des Aufbaus der Materie geführt. 

Was haben wir gelernt? Welche elementaren Bausteine gibt es, und welche Kräfte zwischen ihnen? Wie stellen wir Teilchenphysiker uns Elementarteilchen überhaupt vor, und wie finden wir etwas über sie heraus? Und schließlich: Was sind die ungelösten Probleme? 

Diesen und anderen Fragen werden wir in diesem Vortrag nachgehen.

22.11.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 22.11.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Felix Wichmann von der AG Neuronale Informationsverarbeitung und dem Bernstein Center for Computational Neuroscience zum Thema "Why do things look as they do? - Die Mathematik der Wahrnehmung."

Das Sehen erscheint einfach und „gegeben“: Augen auf, und schon erkennen wir Farben, Objekte, Freunde und Landschaften. Doch die visuelle Wahrnehmung liefert kein akkurates inneres Bild der physikalischen Welt, die Analogie von Auge als Kamera ist irreführend: Wahrnehmung ist kein passiver Prozess, sondern ein aktives Interpretieren, eine Hypothese über die Welt, „errechnet“ aus den Daten, die unsere Augen dem Gehirn liefern. Um zu verstehen, warum die Welt aussieht, wie sie aussieht -- "why things look as they do”, K. Koffka, 1935 -- müssen wir die Algorithmen, das heißt die Rechenschritte und -anweisungen, gleichsam die Mathematik unseres Sehapparates verstehen: Wie aus der Verteilung des Lichts auf unserer Netzhaut -- den Daten -- Farben, Objekte, Freunde und Landschaften errechnet werden.

05.07.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 05.07.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend sprechen Prof. Dr. Jörg Kinzig und Jun.-Prof. Dr. Tillmann Bartsch vom Institut für Kriminologie zum Thema "Das hört sich aber spannend an - Was machen eigentlich Kriminologen?"

 

Nach einer kleinen Vorstellung des Faches Kriminologie sowie des Tübinger Instituts berichten Jörg Kinzig und Tillmann Bartsch schlagwortartig von drei aktuellen Forschungsprojekten:
Zum einen geht es um die Fußfessel für gefährliche Straftäter, zum anderen um das Problem des Wohnungseinbruchs und zuletzt um die Frage, wie es sein kann, dass jemand nach einer Untersuchungshaft freigesprochen wird.

14.06.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 14.06.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht das iGEM Team der Universität Tübingen zum Thema "Genetically Engineered Machine - Studenten mit Gotteskomplex"

 

Wie bringt man eine lebende Zelle dazu, genau das zu tun, was man möchte?

Mit synthetischer Biologie.

Seit nun mehr vier Jahren kommen Tübinger Life-Science StudentInnen zusammen, um sich in einem globalen Wettbewerb auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie zu messen.

Teilnehmer aus aller Welt versuchen mit sogenannten BioBricks, DNA-Stücken im Baukasten-Format, Probleme aus der Medizin, Molekularbiologie, Landwirtschaft und dem Naturschutz mit kreativen Ansätzen zu lösen.

Sei es mit Bakterien, die Arsen im Trinkwasser erkennen. Oder Bakterien, deren Enzyme jede Blutgruppe zu einem absoluten Universalbluttyp konvertieren.

Im Vortrag werden wir anhand eigener Projekte wie dem Blutgruppenprojekt beleuchten, wie genau synthetische Biologie funktioniert und wie man sie anwendet, um mit Hilfe von unseren kleinen Helfern, den Bakterien, Lösungen für vielfältige Probleme auf der Welt zu finden.

24.05.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 24.05.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Dr. Christoph Tenzer vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen zum Thema "Kosmische Strahlung - Ein Fenster zum Universum"

 

Aus der Tiefe des Weltalls trifft ein beständiger Strom energetischer Teilchen auf die Erde. Sie weisen die höchsten uns bekannten Energien auf und enthalten Informationen über Orte des Universums, an denen extremste Bedingungen herrschen. Die Astroteilchenphysik als relativ junge Wissenschaft untersucht diese bereits vor fast 100 Jahren entdeckte kosmische Strahlung. Sie analysiert einerseits die Teilchen als Boten von Vorgängen im Universum und nutzt andererseits das hochenergetische Universum als Labor für das Verständnis von Elementarteilchen. Den Grundstein für dieses Forschungsgebiet legte Viktor Hess im Jahr 1912, als er den Ursprung der kosmischen Strahlung mit riskanten Ballonfahrten in große Höhen zu ergründen suchte. Doch in den letzten hundert Jahren konnte über die Herkunft der energiereichsten Teilchen weiterhin nur spekuliert werden. Mit Hilfe einer neuen Generation von Experimenten sind Astronomen nun dabei, dieses Rätsel zu lösen und ein weiteres Fenster zum Universum zu öffnen.

19.01.2016 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 19.01.2016 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Heinrich Bülthoff vom Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik zum Thema "Und wenn wir einfach zur Arbeit fliegen?"

 

Und wenn wir einfach zur Arbeit fliegen? 

Neue Technologien für persönliche Lufttransportsysteme 

Ein alltägliches Szenario: Stau auf den Autobahnen, die Hauptverkehrsstraßen der Städte sind verstopft, Züge und Busse sind hoffnungslos überfüllt. Der Pendlerverkehr ist längst an seine Grenzen gestoßen und der Ausbau des bestehenden  Verkehrsnetzes kann nur noch bedingt Abhilfe schaffen, denn vielerorts fehlt es schlicht an dem benötigten Platz für neue Straßen. Doch wie sieht die Alternative aus, um den drohenden Verkehrsinfarkt zu vermeiden? Ganz einfach: Der Individualverkehr hebt ab in die dritte Dimension! Diese Vision haben Wissenschaftler rund um Prof. Heinrich Bülthoff im EU-Projekt myCopter verfolgt und sie etwas mehr Wirklichkeit werden lassen. Schwerpunkt des Projekts war es, die technischen und gesellschaftlichen Bedingungen zu klären, unter denen fliegende Autos zu einem von der Gesellschaft akzeptierten und brauchbaren Verkehrsmittel werden könnten. Der Vortrag gibt Einblick in das Projekt und zeigt einige der Ergebnisse auf. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung von Automatisierungstechnologien für Formationsflüge, für die Routenplanung und für das kollisionsfreie Navigieren. Ergänzend wurden Untersuchungen zur menschlichen Fähigkeit, Flugobjekte zu steuern, durchgeführt, die letztlich in einem benutzerfreundlichen Interface-Design resultierten. Die im Projekt erfolgte Modellierung der Flugdynamik eines fliegenden Autos findet schon jetzt Anwendung bei der Steuerung unbemannter Flugobjekte und wird in Bewegungssimulatoren eingesetzt. 

15.12.2015 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 15.12.2015 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Barbara Jäger von der Universität Tübingen zum Thema "Die Entdeckung des Higgs-Boson: Eine Erfolgsgeschichte"

2012 gingen die Schlagzeilen von der Entdeckung des Higgs-Bosons um die Welt. Gelungen war der experimentelle Nachweis dieses lange vorhergesagten Teilchens am Large Hadron Collider, einem internationalen Großexperiment des CERN Forschungszentrums in Genf.  2013 wurde der Nobelpreis für Physik für die Theorie des Higgs-Mechanismus an Peter Higgs und Francois Englert verliehen.

Was steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte? Wie funktioniert der Higgs-Mechanismus und warum ist er so zentral für das Verständnis der elementaren Teilchen, aus denen unsere Welt aufgebaut ist?

Die Entdeckung des Higgs-Bosons stellt eine Meisterleistung von Ingenieurs- und Experimentierkunst dar. Aber wie genau kann man ein solches Teilchen aufspüren und seine Eigenschaften bestimmen?

Diesen Fragen wollen wir im heutigen Vortrag nachgehen und dabei diskutieren, wie man mit Beschleunigerexperimenten bei höchsten Energien mehr über die Welt der kleinsten Teilchen lernen kann.

17.11.2015 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 17.11.2015 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Torsten Grust von der Universität Tübingen zum Thema "Observing Queries in Their Natural Habitat"

Programmiererinnen verlassen sich auf Debugger und ein Sammelsurium von etablierten Tricks, um Fehler in Programmen aufzuspüren. Können die Autoren von Datenbank-Anfragen — formuliert nicht in einer Programmiersprache, sondern in SQL — auf vergleichbare Unterstützung zurückgreifen? Derzeit lautet die Antwort darauf "Nein". Das ist, milde formuliert, schade: SQL-Anfragen können nämlich durchaus subtile und vertrackte Bugs enthalten, die sich auch dem zweiten scharfen Blick entziehen.

Dieser Vortrag diskutiert Habitat, unseren neuen Debugger, der speziell für SQL entwickelt wurde. Habitat ermöglicht es, die Auswertung einer Anfrage im Detail zu beobachten und so mögliche Fehler zu enttarnen. Diese Beobachtungen werden dabei direkt im "natürlichen Lebensraum" der Anfragen — vom Datenbanksystem selbst — gemacht, um so ihr authentisches (Fehl-)Verhalten studieren zu können. "SQL-Safari" charakterisiert die Ideen hinter Habitat daher recht gut. Einige dieser Ideen erläutern wir an diesem Abend.

16.06.2015 Cafe HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 16.06.2015 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Stefan Laufer von der Universität Tübingen zum Thema"Proteinkinase-Inhibitoren - Eine Erfolgsgeschichte, aber nicht für alle"

Der Erfolg von Gleevec und Herceptin, zwei neuer Arzneimittel, die als molekularen Angriffspunkt Kinasen haben, hat das Interesse an diesem Wirkmechanismus dramatisch erhöht. Zwischenzeitlich sind weltweit 25 neue Proteinkinase-Inhibitoren zugelassen. Kinasen sind Enzyme, die das γ-Phosphat von Adenosintriphosphat (ATP) auf eine Hydroxylgruppe eines Substratproteins übertragen. Phosphoryliert werden so Tyrosin-, Serin- oder Threonin-Reste in Proteinen. Protein-Phosphorylierung, katalysiert durch Kinasen, ist ein biochemischer Schaltmechanismus für viele fundamentale Prozesse der Zelle. Beispielhaft seien hier Genexpression, Wachstum und Differenzierung sowie Apoptose genannt. Allgemein regelt die Phosphorylierung die katalytische Aktivität vieler Enzyme, die ihrerseits im Sinne einer Kaskade weitere Enzyme aktivieren (Signaltransduktionskaskade). Kinasen spielen eine entscheidende Rolle bei der intra- und interzellulären Signalübertragung. Störungen in diesem System sind an vielen pathophysiologischen Mechanismen beteiligt. Mehr als 400 Krankheiten sollen mit Kinasen zusammenhängen. Die Bedeutung bei Krebs und Entzündung/Autoimmunität ist inzwischen gut belegt, neuere Ergebnisse machen auch eine Beteiligung an kardiovaskulären und neurologischen Erkrankungen sowie Diabetes wahrscheinlich. Kinasen stellen 22% des sog. "drugable genoms" dar, wobei erst 25 Arzneistoffe mit disem Angriffspunkt auf dem Markt sind. Daher verwundert es nicht, dass 25-50% aller industriellen Drug Discovery Programme mittlerweile Kinasen zum Ziel haben. Proteinkinasen werden deshalb nicht zu Unrecht als Drug Target für das 21. Jahrhundert bezeichnet. Andererseits sind diese Arzneistoffe "nichts für jeden", sondern entfalten ihren Wert nur im Rahmen einer hochgradig individualisierten Therapie, was ein Umdenken bei allen Beteiligten erfordert.


28.04.2015 Café HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 28.04.2015 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Wilhelm Kley von der Universität Tübingen zum Thema "Extrasolare Planeten - Leben auf fernen Welten"

In den letzten Jahren wurden bis heute knapp 2000 Planeten entdeckt, die andere sonnenähnliche Sterne umkreisen. Bei jeder neuen Entdeckung stellt sich die Frage nach der Bewohnbarkeit dieser extrasolaren Planeten. In meinem Vortrag erkläre ich zunächst, wie Astronomen solche Planeten überhaupt detektieren können, werde dann die bisherigen Beobachtungen vorstellen und abschließend der Frage nach möglichem Leben auf diesen Planeten nachgehen.


13.01.2015 Café HAAG (vor dem Haagtor 1) Tübingen

Am 13.01.2015 geht es weiter mit dem Science Pub um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) in Tübingen. Veranstaltungsort ist wie immer das Café HAAG (Vor dem Haagtor 1, 72070 Tübingen). Der Eintritt ist wie immer frei!

An diesem Abend spricht Prof. Dr. Ralf Jansen von der Universität Tübingen zum Thema "Heimliche Herrscher? Wie Nucleinsäure die Zelle organisieren"

 

DNA macht RNA macht Protein. Mit diesem “Dogma der Molekularbiologie”, aufgestellt von Nobelpreisträger Francis Crick, wurde der Ribonukleinsäure (RNA) lange Zeit lediglich eine Rolle als Mittelsmann zugewiesen auf dem Weg vom Informationsspeicher (der DNA) zu den molekularen Maschinen (den Proteinen), die die chemischen Reaktionen in unserem Körper kontrollieren. Dieses Bild hat sich in den letzten beiden Dekaden grundsätzlich gewandelt, nicht zuletzt durch die Entdeckung von Spielarten der RNA, die Gene kontrollieren können oder sogar selber chemische Reaktionen steuern. Ribonukleinsäuren sind so etwas wie der "Hans-Dampf-in-allen-Gassen” und wahrscheinlich standen sie am Anfang der Evolution des Lebens, noch bevor sich Proteine und DNA entwickelt haben. Wie RNAs regulierend in Zellabläufe eingreifen, wie mit ihrer Hilfe Gene an- und abgeschaltet werden und wie mit ihnen das Zellinnere organisiert werden kann, werde ich auf dieser Reise in die moderne molekulare Zellbiologie zu erklären versuchen.