Hilfe für körperlich Behinderte in Indonesien
![]() |
1. SABATU
SABATU ist eine indonesische Hilfsorganisation in Westkalimantan auf Borneo, die es sich zum Ziel gemacht hat, hilfsbedürftige behinderte bzw. kranke Kinder zu unterstützen. Ausgeschrieben bedeutet SABATU: "Saling bantu membantu" (Indonesisch für "einander helfen").
SABATU wurde 1998 gegründet und hat seitdem mehr als 2200 körperlich Behinderte aufgenommen, von denen bereits mehr als 550 Menschen effektiv mit Operationen, Hilfsgeräten und Therapie geholfen werden konnte.
2. Was ist das Ziel von SABATU?
![]() |
Hauptziel von SABATU ist: Menschen mit körperlicher Behinderung und normalem Geisteszustand zu versorgen und die Entstehung von Verbindungen zwischen körperlich Behinderten und anderen Stellen bzw. Menschen zu vermitteln (z.B. mit dem Krankenhaus, Chirurg, Pfleger, Physiotherapie, Orthopädietechniker und anderen Fachkräfte). Dies soll helfen, den körperlichen Zustand des Behinderten zu verbessern, und er soll dabei auch lernen, seine Behinderung zu akzeptieren und mit ihr zu leben.
3. Auf welchen Weg wird dieses Ziel errreicht?
![]() |
Ein Team der Organisation geht zunächst nach einem gründlichen Plan vor. Regelmäßig und systematisch wird eine Bestandsaufnahme und Datenerfassung körperlich Behinderter in den Dörfern vorgenommen. Dazu wird der Bezirksvorsteher der Region aufgesucht. Mit einem Brief des Bezirksvorstehers sucht das Team die Dorfführung auf, und mit deren Zustimmung sucht es nun jeden einzelnen Hof auf, um alle Betroffenen zu finden.
Die Bearbeitung der Daten erfolgt dann im Büro in Pontianak. Hier erfolgt auch die Zusammenstellung des Programmes "Erster Aufruf", bei dem der Patient zur Untersuchung durch den Chirurgen, zum Röntgen, Blutuntersuchung und anderen ins Krankenhaus nach Pontianak aufgefordert wird.
Der Patient wird dann durch ein weiteres Team aus einem Dorf mit Transportmitteln von SABATU abgeholt. Erfahrungsgemäß gibt es sehr viele Leute im Hinterland, die noch nie nach Pontianak gekommen sind. Vielleicht würde keiner oder nur die wenigsten von ihnen allein nach Pontianak fahren, wenn es notwendig wäre. Daher ist es nötig, sie abzuholen.
Schon jetzt erfolgt die Untersuchung durch den Chirurgen, die Zusammenstellung einer Liste, wem und wann mit einer Operation geholfen werden kann, wer Hilfsgeräte, wer Physiotherapie und wer Medizin benötigt und wem nicht vollständig geholfen werden kann.
Dann erfolgt die Zusammenstellung der Liste für die Operationen und Hilfsmittel und deren Erfüllung. Der Patient wird angeleitet, in sein Dorf zurückzukehren und auf seinen Aufruf zu warten oder er bleibt gleich im Krankenhaus.
Für Operationen wird das Krankenhaus St. Antonius in Pontianak genutzt. Benötigte Hilfsgeräte wie z.B. Beinprothesen, Gehhilfen, Rollstühle, Korsetts u.a. werden in der Werkstatt von SABATU selbst hergestellt.
Das Training mit den Hilfsgeräten erfolgt auch im SABATU-Haus unter der Anleitung eines Physiotherapeuten. Dafür bleibt der Patient im SABATU-Haus um in dieser Zeit und so lange wie nötig Handwerk und einfache Fertigkeiten zu erwerben.
Für die, die behindert sind und nähen lernen oder an einem Computerkurs teilnehmen möchten, stehen z.Zt. schon Möglichkeiten bereit.
Alle Tätigkeiten in der Zentrale werden durch die Leiterin des SABATU-Hauses koordiniert.
4. Wem soll geholfen werden?
![]() |
Es soll Kindern geholfen werden, die eine Fehlbildung des Fußes oder des Armes seit der Geburt oder als Folge eines Unfalles aufweisen. Weiterhin soll denen geholfen werden, die betroffen sind von Kinderlähmung, Traumen, Knochenkontrakturen, Verbrennungswunden, Lippen-/ Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und Arm- oder Beinamputationen unterhalb oder oberhalb des Knies. Das gilt für alle Körperbehinderten unabhängig von Abstammung und Religion. Leider kann noch nicht Blinden, Tauben und geistig Behinderten geholfen werden.
Bisher konnten mit deutschen Spendenhilfen unter anderen die auf dem Foto zu sehenden Beinstützen gekauft werden, die nun für zahlreiche Kinder genutzt werden können.
5. Wie werden die Kosten getragen?
Die Gelder reichen für die Durchführung der Arbeit im Büro der Organisation aus, insbesondere für die Bezahlung der Angestellten und den Transport vor Ort. Sie sind jedoch noch nicht ausreichend, um alle Kosten für den Patienten zu tragen, der aufgefunden wurde. Spenden für einen Teil dieser Kosten sind noch sehr gering und es wird sehr die Hilfe von Wohltätern gebraucht, die mit dem Lesen dieser Broschüre und Spenden diese soziale Arbeit unterstützen.
Falls dem Patienten mit einer Operation, mit Hilfsgeräten oder auf andere Art und Weise geholfen werden kann, wird immer zuerst die Familie um Zuzahlungen entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten gebeten. Diese kommen schließlich auch der Erziehung zugute und die Familie trägt so einen Teil der Verantwortung mit. Der Patient soll also nicht 100% gratis bedient werden. Es besteht aber noch ein großer Mangel an Krankenhausversorgung und Anderem und so ist SABATU äußerst abhängig von der Großzügigkeit seiner Wohltäter. Eine soziale Sache wie diese ist von der finanziellen Seite her nicht selbstständig tragbar und daher werden gerade Sie als Spender und Wohltäter gebraucht.
Falls Sie spenden möchten oder einen anderen Menschen kennen, der mit finanziellen Mitteln unsere Arbeit für körperlich behinderte Kinder unterstützen möchte, wenden Sie sich an:
Zentrale/ SABATU-Haus: Jalan Cendana 110 | Gründer: Jalan Gusti Hamzah | Ansprechpartner in Deutschland: Janett Bartsch |
Hier finden Sie alle Informationen zu SABATU in einem Flyer zum downloaden: SABATU-Flyer
![]() |
Für die moralische und finanzielle Unterstützung sprechen wir alle von der Vereinigung für körperlich Behinderte "SABATU" vielen vielen Dank aus.
Möge Gott auf ihre Hilfe antworten.
Im Namen aller Angestellten von SABATU.





