04.12.2007
“Eigentlich ist MLP ja doch ganz okay.” – Vom Zusammentreffen zweier gleicher Partner
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Die Herbstakademie von juFORUM e.V. fand am letzten Septemberwochenende 2007 in Heidelberg statt. MLP unterstützte die Akademie inhaltlich und logistisch. In einer lockeren und entspannten Atmosphäre gab es nicht nur ein interessantes MLP-Seminar zu Fremd- und Selbstbildern, sondern auch Vorträge “alternder” Jufos und den gewohnten, “irgendwie nicht stoppen wollenden” Ideenaustausch unter den TeilnehmerInnen.
Die Herbstakademie von juFORUM e.V. ist eine konsequente Umsetzung der Idee, das Jufos sich auch untereinander verstärkt über ihre Projekte austauschen sollten. So kam es vom 27. bis zum 30. September zur ersten Herbstakademie im an diesem Wochenende richtig sonnigen Heidelberg.
Die Anreise der 16 TeilnehmerInnen am Abend des 26. September in der Jugendherberge war nicht ihre erste aktive Äußerung: Bereits im Vorfeld hatten sie über ein Webinterface von MLP den G.P.O.P.-Test vorbereiten müssen. Diese Angaben dienten als Grundlage für den arbeitsintensiven Freitag, den organisatorisch ganz der Heidelberger Finanzdienstleister übernommen hatte. Sie stellten Räumlichkeiten ihrer firmeneigenen Corporate University in Wiesloch, ca. 20 km südlich von Heidelberg, sowie extra eine Anzahl ihrer besten Berater zur Verfügung.
Nachdem die Gruppe der TeilnehmerInnen am Freitagmorgen mit einem Shuttelbus zu MLP gefahren wurde, folgte der Sprung ins kalte Wasser: zwei Sprach- und Zahlenlogiktest warteten auf sie – ganz wie in einem echte Assesment Center. Anschließend stellte sich jeder in einer zweiminütigen Selbstpräsentation vor und alle schlüpften in die Rolle eines Vorstandskomitees um in einer Casestudy einen neuen „General Manager“ für eine Minenfirma zu finden.
Das Mittagessen stärkte für die Gruppenübungen am Nachmittag. Es gab ein sogenanntes Casinospiel und die Gruppen mussten aus einem fiktiven Gefängnis ausbrechen (es bestand aus einem Absperrband, was in 1-1,5m Höhe den Weg versperrte). Einige „Beinahe-Verletzten“ trübten den Spaß an der Gruppenübung keineswegs. Zum Schluss stand noch eine moderierte Interviewrunde mit den MLP-Beratern auf dem Plan, bei der wir vor allem lernten Wörter wie „sozusagen“und „eigentlich“... zu meiden, da sie den eigenen Standpunkt schwächen könnten.
Hier lässt sich gut die Systematik der Herbstakademie einführen. Sie war konzeptionell in zwei Teile gegliedert. Der erste ist die Seminarreihe, die MLP anbot, um den TeilnehmerInnen einen Einblick in Fremd- und Selbstbilder der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der zweite Teil war eher juFORUM-intern orientiert, bestand aus drei Vorträge von Mitgliedern von juFORUM über ihre Forschungsarbeiten und einer Menge an persönlichem Austausch zwischen den gesetzten Programmpunkten.
Zu einer sehr gelungenen Synthese kam es am Freitagabend bei einem Abendessen der Berater und TeilnehmerInnen. Lebensentwürfe, Arbeitsverhältnisse, die Rolle von Neugier und Planung („Du musst doch ein Ziel haben!”) und ganz vieles in Metatexte Verpacktes wurde ausgetauscht - gesellig, nett und mit der Bereitschaft zur Kontroverse und zum Eigentlichen. Ein Teil der illustren Runde soll sich im Anschluss noch in einer diversen Heidelberg Discotek vergnügt haben, wer, darüber konnten aus unerklärlichen Gründen die Augenringe am nächsten Morgen keine Auskünfte geben, deren Durchmesser korrelierte nämlich nicht mit dem Inversen der geschlafenen Stunden.
Der Samstagmorgen gestaltete sich entlang eines Gruppenplenums. Es gab letzte Tipps von MLP für das Verhalten in Bewerbungsgesprächen und während einer Präsentation, außerdem konnten alle Fragen gestellt werden, die bisher offen geblieben waren. Nach einem Blitzfeedback von juFORUM e.V. an MLP verabschiedeten sich die Berater ins Wochenende und alle kamen sogar Samstags in den Genuß eines Mittagesses in der MLP-Kantine.
Die zweite Tageshälfte organisierte juFORUM e.V. selbst. Es gab Vorträge aus den eigenen Reihen: Jan Stumpf berichtete über die Ufos aus München und gab sogar eine Live-Demonstration, Fabian und Christine erzählten Spannendes aus dem Feld der Biophysik. Applaus gab es am Ende nicht nur für die Vorträge, sondern auch für Jans live Vorführung eines der Quadrokopter, die er im Gepäck hatte.
Etwas später begann das Abendprogramm beim Italiener, auf dem Heidelberger Herbst fand der Tag seinen Abschluss. Man munkelt allerdings, dass einzelne noch in kleineren Altstadtkneipen versackt sind ;).
Nach zwei produktiven Tagen ließen alle Teilnehmer die Herbstakademie beim Sonntags-Brunch gemütlichen ausklingen. Die große Gruppe wirbelte die Routine im Café Frisch erstmal gründlich durcheinander, fand aber schließlich einen schönen Platz in Freien auf der sonnigen Terrasse. Bei Kaffee, Tee oder Kakao entspannte man sich und ließ die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.
Als Fazit steht an dieser Stelle, dass die Herbstakademie für jeden eine tolle Erfahrung war, bei der man viel über sich selbst und sein Verhalten in der Gruppe lernen konnte. Viele fanden es besonders gut eine AccesmentCenter-Situation ohne den normalerweise herrschenden Erfolgsdruck zu durchlaufen, denn „so konnte man sein wie man auch wirklich ist und musste sich nicht verstellen“. Die MLP-Berater zeigten sich im Gesamten sehr beeindruckt vom Auftreten und den Leistungen der Teilnehmer der Herbstakademie und staunten über die professionelle und Organisation von juFORUM generell. Es zeigte sich auch, wie fruchtbar der Austausch über eigene Projekte unter Jufos sein kann. Ideen brauchen manchmal halt ein begeisterndes Umfeld, das sich auf der Herbstakademie dank der TeilnehmerInnen quasi von selbst einstellte.
2008 wir es wieder eine Herbstakademie geben! MLP ist mit im Boot und wird wieder interessante Seminare anbieten. Der Schwerpunkt soll noch mehr auf juFORUM interne Projekte verlagert werden – wir sind gespannt auf die kommenden Jahre!

